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Inside Out Centre for the Arts

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Roger Ballen ist ein Künstler mit einem komplexen und vielschichtigen Werdegang, der zu den interessantesten Protagonisten der künstlerischen Fotografie weltweit zählt. In den USA geboren, kam er 1977 zum ersten Mal nach Südafrika und zog 1982 endgültig nach Johannesburg, wo er bis 2010 als Bergbauunternehmer tätig war.
Sein zunächst der dokumentarischen Fotografie nahestehendes Oeuvre reicherte sich in späteren Jahren durch Videos, Installationen, Aufführungen, Skulpturen, Malerei und Zeichnungen an und erkundet heute zunehmend das Reich der Fiktion. Die Sujets des amerikanischen Fotografen sind vor allem Menschen am Rand der Gesellschaft, Tiere, Fundstücke, Kinderzeichnungen. Seine Bilder zeugen von einem makabren Humor, von Ängsten und beunruhigenden Empfindungen. Fotografie ist bei ihm ein Schichtwerk, das direkt oder verhüllt auf den urtümlichen Teil der Conditio humana Bezug nimmt, Symbole und Spuren zwischen Chaos und Ordnung, Wahnsinn und Archetyp, Leben und Tod aufspürt.
2007 gründete der Fotograf die Roger Ballen Foundation, die Ausbildung und Lehre der Fotografie in Südafrika fördern soll. Zu Tätigkeitsspektrum der Stiftung gehören das Sponsoring von Ausstellungen internationaler Künstler sowie der Unterricht in Fotografie für Schüler in den Städten. Damit diese Initiativen langfristig Erfolg haben, hat Roger Ballen begonnen, nach einem „festen Dach“ für seine Stiftung zu suchen und im Januar 2018 ein Anwesen in Forest Town erworben, einem Vorort von Johannesburg in dem traditionell die Mittelklasse der Stadt beheimatet ist. 

Von 2019 und 2020 ist hier das “Inside Out Center for Arts” entstanden, wobei „Inside Out“ für die Methode, den inneren psychologischen Enthüllungsprozess des Künstlers steht, dessen Bewusstsein verdrängtes oder verstecktes Material von innen nach außen zum Vorschein bringt. 

Mit der Konstruktion wurde Joe Van Rooyen von JVR Architects beauftragt. Ballen schwebte ein multifunktionaler Bau vor, mit Bereichen für Verwaltung, Druck und das Archiv des Künstlers, sowie Ausstellungsflächen für eine ganze Reihe künstlerischer Ausdrucksformen wie Fotografie, Installation, Skulptur, Zeichnung, Malerei und Film.
Zusammen mit dem Architekten hat der Künstler auf Zement als Material gesetzt, das die optische Harmonie mit seinen Fotografien herstellt. Die Konstruktion und ihr Baumaterial inspirieren sich darüber hinaus am Brutalismus der 1950er Jahre. Denn ähnlich wie die Werke von Ballen wollte diese architektonische Bewegung den Betrachter mit dem „Rohen“, mit plastischen Elementen und den nackten Baumaterialien konfrontieren.
Im Inneren des Gebäudes befindet sich eine Bühne dramatisch in der Schwebe oberhalb des Vorhofs, in dem sich die Geschäftsstelle und die Verwaltungsabteilung befindet.  Der Hauptausstellungsbereich in doppelter Höhe wird von einem hängenden, runden Volumen dominiert, das die Abstraktion im Werk des Künstlers symbolisiert: Je nach Blickwinkel lässt sich in ihm ein Bullauge, ein Leuchtturm oder eine Filmrolle erkennen.
Die Geometrie und der “béton brut”, der auch von großen Architekten wie Tadao Ando eingesetzt wird und ein weiteres Markenzeichen für das ”Inside Out Centre” ist, filtern das Tageslicht und lassen es weich in der Fläche hervortreten, so dass auch Schäden an den Exponaten durch direkte Lichteinstrahlung verhindert werden.

Dazu leistet auch die LED-Beleuchtung ihren Teil, die auf projizierte, gebündelte Lösungen setzt und damit kein weiches, einheitliches Licht stiftet, sondern dieses auf die Exponate richtet, während der Rest des Baus im Dunkeln belassen wird, um damit die grundlegende Rolle von Licht und Schatten im Werk Ballens herauszuarbeiten. Strahler vom Typ View Opti Linear mit Wall Washer-Optik wurden dafür vor allen in den Bereichen eingesetzt, die eine gute vertikale Beleuchtung erforderten, womit besonders die Wände gemeint sind, auf denen die Fotografien ausgestellt sind. Außerdem beleuchten sie die Installation im Eingangsbereich der oberen Etage. Einen zweiten, ebenfalls speziell für die Fotoausstellungen entwickelten Effekt bringen die Palco-Leuchten mit Spot-Optik ein, die ihr Licht punktgenau auf die Exponate bündeln. Palco-Strahler mit Spot-Optik und in einigen Fällen auch Palco Framers sind auch auf die Skulpturenwerke gerichtet, wie bei der Installation im Atrium, die eine Hyäne zeigt, welche Frauen auf einem Seil verfolgt.

Für die Außenbereiche soll die Beleuchtung die dezente Einbettung des Baus in seine Umgebung leisten: Von den Fensterreihen des flachen und von Vegetation umgebenen Gebäudes wird so ein visuelles Band mit den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt hergestellt, wie den berühmten weißen Fialen des Johannesburger Tempels.
 


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  • Jahr
    2021
  • Auftraggeber
    Roger Ballen
  • Architekt:
    JVR Architects & Interiors
  • Lichtgestaltung:
    Darkroom Lighting
    Luminary
  • Fotos
    Brandon Barnard