Der von Tony Kettel und Karen Forbes entworfene Wolkenkratzer Evolution Tower stand in seiner langen Bauphase von 2011 bis 2014, dem Jahr seiner Fertigstellung, charakteristisch für die Stadtlandschaft des neuen Moskau. 2016 wurde der Bau von Transneft erworben und zum Hauptgeschäftssitz des größten staatlichen Pipeline-Konzerns der Welt. Der Turm ist mit 55 Stockwerken 255 Meter hoch und damit das größte energieeffiziente, vollständig mit LEDs beleuchtete Bürogebäude in Russland. Daneben verfügt es über eines der ausgefeiltesten Lichtmanagement- und -steuersysteme des Planeten. Für iGuzzini stellte der Evolution Tower ein Projekt von großer Komplexität dar, die dank des unternehmenseigenen Know-hows und der Entwicklung einer Global Solution für dynamisches Licht in den Außenbereichen wie den Büros der Innenräumen erfolgreich bewältigt wurde. Die einer Spirale nachempfundene Form des Baus hat die Ausarbeitung und Realisierung spezieller und spezifischer Lösungen erfordert, die zusammen mit dem Lighting Designer ausgearbeitet wurden. Die Beleuchtung der Innenräume des Evolution Tower stellte eine große Herausforderung dar, weil die Anordnung der verschiedenen Areale mit spezifischen Funktionen - Räume für die Bildschirmarbeit, Flure, Gemeinschafts- und Empfangsbereiche - sich eben aufgrund der verschlungenen Bewegung der Helix stark voneinander unterscheiden, welche die Stadtsilhouette von Moskau prägt. Dean Skira war vom General Contractor Velesstroy mit der schwierigen Aufgabe betraut worden, ein Beleuchtungsprojekt auszuarbeiten mit einem hohen Niveau an Sehkomfort für die Angestellten, einem Energieverbrauch von unter 5 W pro Quadratmeter, das gleichzeitig auch von der Bedeutung, der Geschichte und den Werten der Transneft künden sollte. Da diese Vorgaben für Räume mit variablem Grundriss realisiert werden mussten, der weder rechteckig noch quadratisch ist und dazu verglaste Wände der leicht geneigten Fassaden aufweist, gründete sich das Beleuchtungskonzept auf den Einsatz von Apparaten mit niedriger Leuchtdichte, deren Standort sorgfältig studiert werden musste, um die vom Kunden geforderte Gleichförmigkeit in den jeweiligen Arbeitsbereichen einzulösen. Sämtliche Apparate sind DALI und damit dimmbar, dazu sind sie mit einem durch Algorithmen gesteuerten Präsenz- und Tageslichtmeldernetz verbunden, die für die Building Automation des Gebäudes sorgen. Da mit extrem variablen Dimensionen gearbeitet werden musste, hat Dean Skira auf Apparate des kompletten Laser Blade-Sortiments zurückgegriffen, um die formale Einheit zu wahren, deren unterschiedliche Typologien je nach Aufgabenstellung in den verschiedenen Räumen eingesetzt wurden. Dabei wurden die kürzesten Module, 1-,3- und 5-zellige, bevorzugt, die aufgrund ihrer geringen Größen sehr anpassungsfähig sind, außerdem wurde eine Spezialausführung des Laser Blade Adjustable Wall Washer mit 5 Zellen ausgearbeitet. Um den besten diffusen und gleichförmigen Effekt für die Ambiente mit Bildschirmterminals zu erzielen und so den Effekt der Apparate mit niedriger Leuchtdichte zu integrieren, welche zu starke Schatten erzeugen können, wurde in einigen Räumen auf eine Beleuchtung der vertikalen Wände mit Underscore-Lichtlinien mit Grazer-Effekt, in anderen Bereichen mit Laser Blade L Adjustable mit Wall Washer zurückgegriffen, die eine vertikale Beleuchtung der Seitenwände erzeugen. In einigen Flächen fungieren auch Standleuchten als weitere Möglichkeit der Integration und Personalisierung des Lichts. Um dem Lichteffekt darüber hinaus weichere Konturen zu verliehen, wurden die Laser Blade L in der Adjustable-Ausführung in den Arbeitsbereichen mit Filtern versehen, um die Lichtausstrahlung der Apparate zu erweitern. Zur Beleuchtung der Flure, die zwischen den Arbeitsbereichen verlaufen und deren Wände auf einer Seite verglast, auf der anderen vermauert sind, wurden Laser Blade L Adjustable mit doppelter Optik, General Lighting und Wall Washer, verwendet. Bei der Allgemeinbeleuchtung dagegen sorgen Wall Washer für die gleichförmige Illumination der Seitenwände aus Mauerwerk. Für diese Flächen hat Dean Skira beim Unternehmen eine weitere Anfrage in Auftrag gegeben: Um jedes Blendrisiko auszuschließen, besitzen die Wall Washer-Apparate die neue Optik Super Comfort LGC (Longitudinal Glare Control), die eine vollständige Eindämmung der längsverlaufenden Blendung leisten. Die Notbeleuchtung entlang der Korridore nehmen wasserundurchlässige Lader Blade InOut mit IP65 wahr, damit ihr Betrieb auch bei Auslösung des Brandschutzsystems sowie eine formale Einheit aller Räumlichkeiten gewährleistet wird. Für die von zahlreichen weitläufigen Flächen, Marmorverkleidungen und Transneft-eigenen Komponenten gekennzeichneten Eingangshalle, bevorzugten die Planer das Laser Blade System 53 mit eingebauten High Contrast-Modulen. In einigen Arealen für besonders bedeutende Veranstaltungen und Meetings hat man sich entschieden, leicht von der übrigen Auswahl abzuweichen. In diesen Büros wurden Einbauleuchten vom Typ Laser und Laser Blade XS verbaut. Dean Skira wünschte für alle Räume dieselbe Farbtemperatur und Farbwiedergabe, d.h. 4000K und CRI 90. Durch Einhaltung angemessener Fristen konnte iGuzzini sämtliche Apparate mit diesen Eigenschaften liefern. Eine weitere Anforderung für das Gebäude betraf den Einsatz von flimmerfreien Treibern, um die Bildschirmtätigkeit nicht zu beeinträchtigen, da aufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns an vielen Arbeitsplätzen Videoanrufe und Videoverbindungen durchgeführt werden; besonders dringlich war diese Vorgabe für die Bereiche mit Überwachungskameras. Sämtliche für die Innenbeleuchtung gelieferten Treiber verfügen daher über diese Charakteristik.
Working on a similar project?
Wünschen Sie weitere Informationen?
Anfrage stellen