Das Museum des Zweiten Weltkriegs wurde auf einem Grundstück am Platz Władysław Bartoszewski nahe des Stadtzentrums errichtet: Ein symbolischer Ort, voller Erinnerungen, befindet er sich doch nur 200 Meter vom historischen Postgebäude und 3 Kilometer von der Westerplatte entfernt, den ersten Orten, die das nationalsozialistische Heer im September 1939 angriff und damit den Zweiten Weltkrieg einläutete. Das Grundstück mit 1700 m² Fläche, auf dem sich das Museum befindet, wird im Westen vom Kanal Radunia begrenzt, während es sich im Süden auf den Fluss Motława öffnet. Heute ist dies noch die Umgebung des Alten Danzig, aber bald wird hier der moderne Teil der Stadt anstelle der alten Werft stehen. Dieser Ort hat war schon zu Vorzeiten besiedelt. Die ersten Befestigungen wurden um das Jahr 1000 angelegt. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Gegend vollständig urbar gemacht und Anfang des 18. Jahrhunderts begann man mit der regulären Bebauung.
Das dem Zweiten Weltkrieg gewidmete Museum wurde im Anschluss an eine internationale Ausschreibung gebaut, deren Sieger die Jury am 1. September 2010 bekanntgegeben hat, dem Jahrestag des Kriegsbeginns.
Bei der Ausschreibung waren nicht nur Ideen für das Museum gefragt, sondern auch eine Neuordnung der Umgebung. Die von Daniel Libeskind geleitete Jury hat das vom Büro Kwadrat eingereichte Projekt ausgewählt, das unter Maßgabe mehrerer stadtplanerischer, architektonischer, funktionaler und ästhetischer Kriterien als das vollständigste angesehen wurde.
Das Gebäude erstreckt sich über eine Fläche von ca. 23.000m², von denen 5000m² auf die Dauerausstellung entfallen, die auf modernste Ausstellungskonzepte für die Erzählung des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive der Großen Weltmächte, aber vor allem aus Sicht der einfachen Bevölkerung zurückgreift. Die internationale Gemeinschaft der Architekten hat das Design des Museumsgebäudes gelobt, das durch eine räumliche Aufteilung des Museums in drei Bereiche die Beziehungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Krieges symbolisiert: Die Vergangenheit befindet sich im Kellergeschoss, die Gegenwart in der offenen Fläche um das Gebäude und die Zukunft wird durch den Bauteil ausgedrückt, der nach außen ragt. Die Beleuchtung stützt sich auf Palco-Leuchten, die auf Schienen in den Ausstellungs-, aber auch in Durchgangsbereichen installiert sind. Der Strahler wird sowohl in Spot- wie Wall Washer-Version eingesetzt und kann dank des Schieneneinbaus die größtmögliche Flexibilität gewährleisten; daneben kann er durch seine beeindruckende Leistung und Effizienz die große Höhe des Gebäudes ausreichend ausleuchten. Im Außenbereichen sind entlang der Umfassungen der Gehflächen Underscore InOut-Leuchten eingelassen.
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